Uniklinika im Süden nach Haushaltsankündigung in Lauerstellung

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Die Baden-Württembergischen Uniklinika reagieren zurückhaltend auf die Ankündigung der Landesregierung, 1,7 Milliarden Euro mehr in die Finanzierung der Hochschulen zu stecken. Nach den Plänen soll allein die Grundfinanzierung der Hochschulen jährlich um 3 Prozent angehoben werden. Der Sprecher der medizinischen Fakultäten des Landes, Dekan Ingo Autenrieth vom Universitätsklinikum Tübingen, begrüßte zwar die Pläne. Es müssten jedoch „zunächst die Details der Vereinbarung weiter ausgehandelt und geprüft werden, um zu bewerten, wie viel der insgesamt in Aussicht gestellten Mitteln tatsächlich bei uns ankommt."

Im Detail plant die Landesregierung, allein die Mittel für die Grundfinanzierung von derzeit 2,5 auf dann 3,1 Milliarden Euro zu erhöhen. Dazu kommen geplante 600 Millionen Euro für Gebäudesanierungen und zusätzliche 54 Millionen Euro zum Ausgleich von Energiekostensteigerungen. Das gab Wissenschaftsministerin Theresia Bauer gestern in Stuttgart bekannt. Die Vereinbarung mit dem Namen „Perspektive 2020" gilt für sechs Jahre ab 2015, hervorgegangen aus Gesprächen mit den Universitäten. Der bisher einzige konkrete Punkt für die Unikliniken sind geplante „20 Millionen Euro pro Jahr zusätzlich für Sonderbedarfe" der Hochschulmedizin.

Aus Sicht der kaufmännischen Direktorin des Universitätsklinikums Tübingen, Gabriele Sonntag, wird jedoch entscheidend sein, dass die Mittel für Forschung und Lehre „real und nachhaltig" angehoben und jährlich weiterentwickelt werden. „Sollte sich bei der Prüfung der Details herausstellen, dass dies am Ende des Tages doch nicht der Fall ist, sehe ich erhebliche Schwierigkeiten für die gesamte Universitätsmedizin." Die Leistungsfähigkeit des Klinikums hänge direkt vom Zustand der Fakultät ab, da die finanzielle Lage auf klinischer Seite ebenfalls schlecht sei. Weitere Einschnitte seien nicht zu verkraften.

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