Kassenärzte wollen 10 Prozent mehr Honorar

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Deutschlands niedergelassene Ärzte wollen in den anstehenden Honorarverhandlungen mit den gesetzlichen Krankenkassen ein Plus von 3 Milliarden Euro erreichen. Das kündigte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) Andreas Gassen gestern in Berlin an. „Wir müssen beim Einkommen wieder auf Augenhöhe mit unseren Klinikkollegen kommen." Im Schnitt liege das Gehalt eines Oberarztes, das den Richtwert für die Vergütung der Kassenärzte darstelle, bei 133.000 Euro im Jahr, während die niedergelassenen Kollegen nur auf 105.000 Euro kämen. Eine Angleichung werde die Kassen 3 Milliarden Euro kosten, was einem Plus von etwa 10 Prozent entspreche. Hinzu kämen sogar noch weitere 2 Milliarden Euro für Leistungen, die von den niedergelassenen Medizinern bereits erbracht würden, aber nicht abgerechnet werden könnten.

Der Kassenspitzenverband reagierte mit deutlicher Kritik. Vizechef Johann-Magnus von Stackelberg verwies auf deutliche Honorarsteigerungen für die Mediziner in den vergangenen Jahren. Diese hätten die durchschnittlichen Reinerträge auf heute gut 160.000 Euro für Praxisinhaber steigen lassen. „Die niedergelassenen Ärzte sollten sich mit der gleichen Vehemenz, mit der sie sich um ihre eigene finanzielle Versorgung kümmern, auch der Wartezeitenproblematik annehmen", mahnte von Stackelberg.

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