Ermittlungen gegen Herzzentrum Berlin

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Am Deutschen Herzzentrum Berlin (DHZB) gibt es möglicherweise einen Organspendeskandal. Wie Berliner Medien heute berichten, besteht der Verdacht auf Manipulationen bei der Organvergabe. Eine Prüfkommission der Bundesärztekammer und der Krankenkassen untersucht eventuelle Unregelmäßigkeiten aus den Jahren 2010 bis 2012. Die stellte nun fest, dass Patienten im DHZB möglicherweise bestimmte Herzmedikamente verabreicht wurden, um deren Gesundheitszustand wesentlich schlechter erscheinen zu lassen. Dadurch hätten sie in der bundesweiten Warteliste für Spenderherzen vorrücken können, teilte Gesundheitssenator Mario Czaja (CDU) mit. Wirklich schwerkranke Herzpatienten seien so möglicherweise um eine Organtransplantation gebracht worden. Deshalb ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen versuchter Tötung. Die Prüfer hätten bislang 28 Verdachtsfälle festgestellt, erklärte Czaja und bestätigte, dass das Herzzentrum von sich aus Anzeige erstattet und die Staatsanwaltschaft eingeschaltet habe.

Im Fokus der Ermittlungen steht eine leitende Ärztin, die aus medizinischem Ehrgeiz hoch dosierte Katecholamine gegeben haben soll. Das Herzzentrum hat sie vom klinischen Dienst suspendiert, beschäftigt sie aber weiter.

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