Dienstleister treiben Gesundheitswirtschaft an

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Krankenhäuser, Pflegeheime und Pflegedienste schätzen ihre wirtschaftliche Lage zunehmend besser ein als der Rest der Branche. Nach Ergebnissen des aktuellen Gesundheitswirtschaft-Reports des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) für den Frühsommer 2014 hat sich die Differenz der Betriebe aus diesen Bereichen, die ihre Lage als „gut", und derjenigen, die sie als „schlecht" einschätzen, auf 49 Prozentpunkte verbessert. Anfang dieses Jahres lag dieser Wert bei 35 Punkten. Insgesamt steht die Gesundheitswirtschaft mit 45 Punkten besser da als die Gesamtwirtschaft mit 32 Punkten . Für den Report waren 700 Unternehmen der deutschen Gesundheitswirtschaft befragt worden. Auch der Blick nach vorn fällt für die Dienstleister im Gesamtvergleich gut aus. Ihre Geschäftserwartungen stiegen im Saldo von 23 auf 25 Punkten.

Weniger optimistisch hingegen blicken Pharma- und Medizintechnik in die Zukunft. So sank der Wert für Arzneimittelhersteller von 44 Punkten zu Jahresbeginn auf 28 Punkte, für die Medizintechnik von 31 auf 28 Punkte. Die Russlandkrise ziehe den deutschen Export in Mitleidenschaft, schreiben die Autoren des Reports. Speziell in der Medizintechnik sei das Russlandgeschäft zudem aufgrund dort geplanter Einfuhrhemmnisse unter Druck. Dabei sei die weitere Verschärfung der Russland-Ukraine-Krise der vergangenen Wochen in der Befragung noch gar nicht enthalten, so der DIHK .

Klarer Beschäftigungstreiber in der Gesundheitswirtschaft bleiben die Gesundheits- und sozialen Dienste. Sie steigern ihren Saldo in dem Report von 16 auf 25 Punkte. Die Gesundheitswirtschaft liegt insgesamt bei 17 Punkten und damit ein gutes Stück vor der Gesamtwirtschaft mit 6 Prozentpunkten. Für 2014 rechnet der DIHK insgesamt mit bis zu 100.000 neuen Arbeitsplätzen in der Branche.

Größter Risikofaktor für die künftige Entwicklung sind für die personalintensiven Dienstleister die Entwicklung der Arbeitskosten. 62 Prozent sehen darin ein großes Risiko für ihre künftige wirtschaftliche Entwicklung. In der Gesamtwirtschaft sind es 41 Prozent. Als Grund nannten die Unternehmen mehrheitlich den zunehmenden Fachkräftemangel. Die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen rutschen erstmals auf Platz eins der Sorgen der Gesundheitswirtschaft. 47 Prozent sehen unsichere Rahmenbedingungen als großes Risiko an; im Vorjahr waren es 50 Prozent. Laut DIHK könne jedoch keineswegs Entwarnung gegeben werden. Im Vergleich zur Gesamtwirtschaft mit 41 Prozent liege die Gesundheitswirtschaft immer noch weit vorne in dieser Kategorie.

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