Einigung um Marburger Partikeltherapie erreicht

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Ende des Streits um die Partikeltherapieananlage in Marburg: Zum Herbst 2015 sollen im Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM) die ersten Patienten bestrahlt werden. Der bisherige Eigentümer Siemens will das System an die neue Betreibergesellschaft Marburger-Ionenstrahl-Therapie verkaufen, einem gemeinsamen Unternehmen der Rhön-Klinikum AG und des Universitätsklinikums Heidelberg. UKGM-Betreiber Rhön wird dann nur noch 24,9 Prozent der Anteile an der Anlage halten. Das gaben die Beteiligten gestern in einer gemeinsamen Pressekonferenz in Wiesbaden bekannt.

Die Einigung verhindert einen Rechtsstreit zwischen dem Land Hessen und der Rhön-Klinikum AG. Eine der Bedingungen zur Privatisierung des Universitätsklinikums Gießen und Marburg Anfang 2006 war die Nutzung der Anlage zur Krebstherapie. Laut Vertrag hätten die ersten Patienten Ende 2013 behandelt werden müssen, eine letzte Frist lief im April 2014 ab. Rhön drohte eine mögliche Kaufpreisrückzahlung von 100 Millionen Euro. „Aus heutiger Sicht betrachtet hat sich unsere Geduld ausgezahlt, denn alle Partner waren an einer konstruktiven Lösung interessiert", sagte der hessische Wissenschaftsminister Boris Rhein.

Die Heidelberger Mehrheitseigner betreiben bereits seit 2009 ein eigenes Ionenstrahl-Therapiezentrum (HIT) und leiten künftig auch die Marburger Anlage. Zu dessen Geschäftsführern wurden der Ärztliche Direkter des HIT, Jürgen Debus, und der Leiter der Abteilung Rechts- und Drittmittelmanagement der Universität Heidelberg, Markus Jones, bestellt. Der wissenschaftlich-technische Direktor des HIT, Thomas Haberer, wird diese Funktion in Marburg ebenfalls innenhaben. Ein Kooperationsvertrag regelt, wie auch die Marburger Kollegen in der neuen Einrichtung forschen und behandeln dürfen. „Die Partikeltherapie wird damit endlich Patienten in Marburg zugutekommen", sagte die Marburger Universitätspräsidentin Katharina Krause.

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