Kassen und Kliniken einigen sich auf neue Entgeltkataloge

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Die Spitzenverbände der Gesetzlichen und der Privaten Krankenversicherung haben sich mit der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) auf die Entgeltkataloge 2015 für die Versorgung in Krankenhäusern und in psychiatrischen und psychosomatischen Einrichtungen geeinigt. DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum sprach von einem erneuten Beleg für die gemeinsame Handlungsfähigkeit.

Der DRG-Katalog für die Krankenhäuser wurde laut DKG in diesem Jahr insbesondere in der Abbildung intensivmedizinischer Behandlungen von Kindern weiterentwickelt. So seien unterschiedlichen Behandlungsmodalitäten über spezifische Dokumentations- und Abrechnungsmodalitäten Rechnung getragen worden. Zudem seien neben zahlreichen Anpassungen auch die neuen Differenzierungen in Abdominalchirurgie, Gastroenterologie, Orthopädie und Unfallchirurgie zu erwähnen.

Den sogenannten PEPP-Katalog für die pauschalierenden, tagesbezogenen Entgelte in psychiatrischen und psychosomatischen Einrichtungen bezeichnete Baum als lernendes System. Er sei grundlegend überarbeitet worden, um den Behandlungsfall in seinem Verlauf besser abzubilden und die Behandlung schwersterkrankter und langliegender Patienten besser zu erfassen. Im Ergebnis würden nun neue ergänzende Tagesentgelte eingeführt, die Absenkung der Bewertungsrelationen im Behandlungsverlauf deutlich verringert und der Entlassungstag zusätzlich abrechnungsfähig. Entsprechend wurden die Abrechnungsbestimmungen an die neue Systematik angepasst und eine administrative Vereinfachung für die über den Jahreswechsel 2015/2016 zusammenzuführenden Fälle vereinbart.

„Wir sind einen gangbaren Kompromiss eingegangen", sagte DKG-Hauptgeschäftsführer Baum, sprach sich aber auch für einen Weiterentwicklungsprozess mit eventuellen Nachbesserungen aus. Der Vize-Vorsitzende des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenversicherung Johann-Magnus von Stackelberg sieht mit dem neuen PEPP-Katalog die Kritik aus den Fachkreisen aufgegriffen. „Die Krankenhäuser sind nun aufgefordert, das neue System zeitnah anzuwenden und Teil des lernenden Systems zu werden." Er sei überzeugt, dass am Ende der Entwicklung eine gerechtere Vergütung in der Psychiatrie stehen werde, „die sich mehr als heute an den Bedürfnissen der Patienten orientiert".

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