Orientierungswert bleibt deutlich unter Grundlohnrate

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Das Statistische Bundesamt hat den aktuellen Orientierungswert für Krankenhäuser veröffentlicht. Für das zweite Halbjahr 2013 und das erste Halbjahr 2014 beträgt die durchschnittliche Veränderung der Personal- und Sachkosten in den Kliniken demnach1,44 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Damit liegt der Orientierungswert deutlich unter der aktuellen Grundlohnrate von 2,53 Prozent, die damit zugleich dem Veränderungswert entspricht, der als Obergrenze im Verhandlungskorridor für die Landesbasisfallwerte dient.

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) kritisierte erneut das Konzept zur Ermittlung des Orientierungswertes. Der niedrige Wert mache deutlich, dass „etwas nicht in Ordnung" sei, sagte DKG-Präsident Alfred Dänzer. So lägen sowohl die maßgeblichen Kosten für das Personal im Erfassungszeitraum wesentlich höher, was schon die deutlich höhere Grundlohnrate belege, als auch die Sachkosten, etwa durch die gestiegenen Haftpflichtversicherungsprämien oder die EEG-Umlage. Dänzer mahnte die dringende Überarbeitung der Ermittlungsgrundlagen im Zuge der Beratungen der Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Krankenhausreform an. In jedem Fall zeige sich, dass das gesetzlich vorgesehene Zusammenspiel der beiden Werte, wonach die höhere Grundlohnrate automatisch Vorzug erhalte, auch in den kommenden Jahren fortgeführt werden müsse.

Sein Konzept für die Ermittlung des Orientierungswertes hat das Statistische Bundesamt 2012 veröffentlicht. Es wird nicht nur von den Krankenhäusern, sondern auch von der Gesetzlichen Krankenversicherung kritisiert.

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