DGPPN fordert bessere Versorgung von Depressionen

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Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) hat die Behandlungsqualität von Depressionen in Deutschland kritisiert. Die aktuelle Situation sei alarmierend. Die Behandlung müsse sich unbedingt stärker an der nationalen Leitlinie „Unipolare Depression" orientieren, sagte der Koordinator der Nationalen Versorgungsleitlinie Depression, Martin Härter, anlässlich des heutigen Europäischen Depressionstags.

Wegen der schlechten Qualität der Versorgung hat die DGPPN auch eine Revision der S3-Leitlinie und der Nationalen Versorgungsleitlinie ein. Zwar habe die Erforschung der Behandlungsmöglichkeiten depressiver Störungen in den letzten Jahrzehnten deutliche Fortschritte gemacht, Hauptprobleme blieben aber unter anderem deren praktische Umsetzung und die Schnittstellengestaltung von ambulanter und stationärer Versorgung, sagte DGPPN-Vorstandsmitglied Frank Schneider.

So sollen bei der Überarbeitung neben der inhaltlichen Aktualisierung auch Modelle einer verbesserten Versorgungskoordination und entsprechende Umsetzungsmaßnahmen geprüft werden. Die Gesellschaft forderte außerdem die Politik auf, strukturierte Versorgungsprogramme zu entwickeln. „Jeder depressiv erkrankte Mensch, der Kontakt zum Gesundheitssystem hat, muss überall in Deutschland sicher sein können, dass seine Erkrankung erkannt und anschließend leitlinien- und bedarfsgerecht behandelt wird", sagte DGPPN-Präsident Wolfgang Maier.

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