Henke erteilt Einheitsgewerkschaft klare Absage

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Der erste Vorsitzende der Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB), Rudolf Henke, stemmt sich weiter gegen die Pläne zur Tarifeinheit. „Wir werden uns nicht unter das Tarifkommando einer anderen Gewerkschaft begeben", sagte er dem „Ärzteblatt" gestern in einem Interview. Damit reagierte Henke auf Forderungen nach einer Abschaffung des Streikrechts für Spartengewerkschaften, die im Zuge der bundesweiten Streiks der Lokführergewerkschaft GDL erneut laut wurden. Die Bundesregierung hatte bereits im Juni entsprechend Gesetzespläne für dieses Jahr beraten.

Der MB hatte im September ein Rechtsgutachten zur geplanten Tarifeinheit vorgelegt. Darin sieht der Bonner Rechtsprofessor Udo Di für den gesetzlich auferlegten Zwang keinen ausreichenden Anlass. „Es müssen für den Betrieb und für die Koalitionsfreiheit im Betrieb schwerwiegende Gefahren bestehen, die auch nachweisbar und belegbar sind und für alle Wirtschaftssektoren konkret drohen", sagte er. Das sei zumindest bei Ärzten jedoch nicht der Fall. „Es geht uns als Marburger Bund ja nicht primär ums Streiken, sondern um arztspezifische Tarifpolitik", wird Henke weiter zitiert.

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