Risikopatienten bald unerwünscht?

  • News des Tages

Die geplanten Strafen für vermeintlich schlechtere Kliniken könnten Risikopatienten zum Verhängnis werden. Davor warnte die Initiative Christlicher Krankenhäuser (CKiD) heute in Berlin. Das neue Eckpunktepapier zur Krankenhausreform sieht Abschläge auf die Vergütung von Kliniken vor, bei denen es häufiger als anderswo zu Komplikationen kommt. Das kann laut der Initiative dazu führen, gerade schwer kranke, multimorbide Patienten nicht mehr wie früher prioritär zu behandeln.

Stattdessen fordern die Kliniken, die gewünschten Qualitätsverbesserung durch einen systematischen Kreislauf aus Prüfung, Kommunikation und Verbesserung direkt in den Häusern zu erreichen. Eine generelle Verknüpfung von Qualität und Bezahlung, etwa durch Pay-for-Performance, lehnen die christlichen Kliniken allerdings ab. „Wer eine Steuerung der Qualität im Gesundheitswesen mit Hilfe von Pay-for-Performance in Erwägung zieht, sollte zuerst prüfen, ob ein solches Vorgehen auch erfolgsversprechend ist", sagte Theo Paul, Vorsitzender des Katholischen Krankenhausverbands Deutschland (KKVD). Die CKiD mahnt an, dass die Auswirkungen von P4P-Ansätzen im stationären Versorgungsbereich wissenschaftlich erst sorgfältig untersucht werden müssten, um die Folgewirkungen für den Krankenhaussektor im speziellen abschätzen zu können.

Auch sonst finden die Mitglieder der CKiD wenig Gutes in dem Reformpapier der Bund-Länder-Arbeitsgruppe. So würde das Thema der defizitären Investitionskostenfinanzierung der Länder „bundesweit einfach ausgespart", heißt es in dem CKiD-Kommentar. Eine wesentliche Voraussetzung für die gewünschte höhere Qualität sei aber eben eine verlässliche Finanzierung. „Die Eckpunkte sind in ihrer Essenz eine Enttäuschung für Deutschlands Krankenhäuser."

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Mit unserem täglichen Newsletter informieren wir bereits rund 10.000 Empfänger über alle wichtigen Meldungen aus den Krankenhäusern und der Gesundheitsbranche


Kontakt zum Kundenservice

Rufen Sie an: 0 56 61 / 73 44-0
Mo - Fr 08:00 bis 17:00 Uhr

Senden Sie uns eine E-Mail:
info@bibliomedmanager.de

Häufige Fragen und Antworten finden Sie im Hilfe-Bereich