Integrierte Versorgung in der Pflege innovativer gestalten

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Die Politik muss die Pflegeversicherung breiter aufstellen, um Innovationen in der Branche zu finanzieren. Das forderte der Vorstandsvorsitzende der kaufmännischen Krankenkasse Hannover (KKH), Ingo Kailuweit, vergangene Woche auf dem Bundeskongress der Deutschen Gesellschaft für Integrierte Versorgung im Gesundheitswesen (DGIV). Noch werde die Pflege nicht als Gesamtprozess betrachtet. Daher müssten „Defizite in der haus- und fachärztlichen Versorgung wie häufige Abstimmungsprobleme, oft fehlende geriatrische Kenntnisse und Pflegemängel wie unzureichende Flüssigkeitszufuhr und fehlende Hygiene abgebaut werden", so Kailuweit.

Für die Kassen entstünden sonst Mehrkosten durch Krankenhauseinweisungen, weitere Arznei- sowie zusätzliche Heil- und Hilfsmittel. Das habe gesundheitliche Beeinträchtigungen und Schädigungen für die Pflegebedürftigen zur Folge. Auch die Pflegekassen würden durch den Mehraufwand und steigende Kosten durch höhere Pflegestufen belastet. Prävention, die bisher häufig mit Eintritt der Pflege ende, müsse daher an Gewicht gewinnen. Sie diene „auch dazu, Pflegenotwendigkeiten zu verhindern und Pflegestufen länger zu stabilisieren", sagte Kailuweit und betonte, durch integrierte Vernetzung ließe sich mehr Vernetzung und Prävention in die Pflege bringen.

Erreichen will die KKH das über den Einsatz sogenannter Versorgungskoordinatoren. Diese sollen künftig eine Schlüsselposition innehaben und als Anlaufstelle für das Pflegepersonal für Auffälligkeiten bei Bewohnern von Pflegeheimen ebenso wie als Schnittstelle zu Ärzten und anderen an der Behandlung beteiligten Diensten dienen. Auch soll ein Versorgungskoordinator die Inanspruchnahme zusätzlicher Maßnahmen sicherstellen, die im Rahmen einer integrierten Versorgung erbracht werden. Damit ein solcher Ansatz gelingen könne, sei das Engagement mehrerer Kassen erforderlich, um Lösungen für die verschiedenen Einrichtungen umzusetzen. Von der Politik erwarte Kailuweit, mittels rechtlicher Voraussetzungen für eine bessere Verzahnung von Pflege- und Krankenversicherung zu sorgen.

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