Langzeitstudie zum Nutzen des DaVinci-Roboters gestartet

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Die Urologen am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) starten eine große Studie zum Vergleich zweier moderner Operationsverfahren bei Prostatakrebs. Untersucht wird dabei erstmals auch der Nutzen des DaVinci-Roboters, eines Remote-Operationsroboters für minimalinvasive Verfahren. Da dies ein neueres Verfahren sei, gibt es laut UKL bisher kaum Untersuchungen zu den Langzeiteffekten.

Das nach dem italienischen Universalgelehrten Leonardo da Vinci benannte System wurde speziell für minimalinvasive Operationsverfahren in der Urologie entwickelt. Es ist in den USA seit 1998 zunächst im militärischen Bereich in der Telemedizin im Einsatz gewesen und steht inzwischen - verbunden mit einer Konsole - auch direkt neben dem Patienten in den OP-Sälen. DaVinci ist in der dortigen Urologie inzwischen bei 4 von 5 Prozeduren im Einsatz. In Deutschland wurde der Roboter in über 60 Kliniken angeschafft, Tendenz steigend. Problematisch sind hierzulande die hohen Anschaffungskosten, die 2013 bei rund 2 Millionen Euro pro Roboter lagen sowie die höheren Kosten pro Operation aufgrund anfallender Wartungs- und Reparaturkosten.

Die Studie soll 780 Patienten an vier deutschen Zentren über insgesamt fünf Jahre untersuchen. Neben dem Uniklinikum Leipzig als Initiator und Leiter der Studie beteiligen sich auch die Unikliniken Düsseldorf und Heidelberg sowie das Klinikum Dortmund. Verglichen werden dabei die Ergebnisse von Prostatakrebs-Operationen, bei denen der OP-Roboter zum Einsatz kam, mit den Ergebnissen nach herkömmlichen minimalinvasiven Prostataoperationen. Untersucht wird dazu der Effekt der zwei Verfahren auf Funktionen wie Kontinenz und Potenz, aber auch auf Lebensqualität und Zufriedenheit der Patienten. Die Studie wird mit knapp einer Million Euro durch die Deutsche Krebshilfe gefördert. In 3 Jahren könne mit ersten Ergebnissen gerechnet werden.

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