AOK-Bäumchen in der Kritik

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Mit den aus Fallpauschalen-Abrechnungen erfassten Routinedaten der AOK werde gegen Kliniken und Chirurgen Stimmung gemacht. Das schreibt der amtierende Sekretär und ehemalige Präsident der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV), Heinz-Johannes Buhr, in einem aktuellen Rundschreiben. Im AOK-Krankenhausnavigator, der dem Internetnutzer die Ergebnisqualität für bestimmte Klinikbehandlungen grafisch in Form kleiner grüner Bäumchen darstellt, fände derzeit keine fachgerechte Risikoerfassung statt. Dazu müsse neben der bisherigen Erfassung der Folgekomplikationen nach chirurgischen Behandlungen auch die präoperative Morbidität eines Patienten in die Analyse mit einfließen. Anders ließe sich eine faire Beurteilung der chirurgischen Qualität nicht abgeben und ein Vergleich zwischen den Kliniken ziehen.

Der AOK wirft Buhr vor, mit den „Bäumchen" im Online-Krankenhausverzeichnis Politik in eigener Sache zu machen. Der DGAV fordert, künftige Qualitätsregister ausschließlich auf Basis herkömmlicher Routinedaten nach internationalem Standard. Der Verband wolle zur besseren Qualitätsanalyse eine eigene Datenbasis über das Studien-, Dokumentations- und Qualitätszentrum (StuDoQ) schaffen.

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