4,1 Prozent mehr Geld für Krankenhausärzte

  • News des Tages

Das Endergebnis nach drei schwierigen Verhandlungsrunden: Um 4,1 Prozent sollen die Ärztegehälter in kommunalen Kliniken steigen. Die Tarifparteien einigten sich heute morgen in Düsseldorf auf eine lineare Gehaltssteigerung in zwei Stufen und eine neue Entgeltmatrix für den ärztlichen Bereitschaftsdienst. Rückwirkend zum 1. Dezember 2014 tritt ein Gehaltsplus von 2,2 Prozent in Kraft. Weitere 1,9 Prozent folgen im Dezember dieses Jahres bei einer Gesamtlaufzeit von 21 Monaten. Auch die Bezahlung des Bereitschaftsdienstes steigt.

Hauptstreitpunkt war laut der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) der Bereitschaftsdienst. Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund, die mit Arbeitszeitbegrenzungen in diesem Bereich eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf erreichen habe wollen, berichtete in einer Mitteilung von „zähen Verhandlungen". Die Forderung, Wochenenddienste auf maximal zwei pro Monat zu beschränken, wurde von den Arbeitgebern zurückgewiesen. „Dass Ärzte mehr als zwei Wochenenddienste pro Monat leisten, ist nicht die Regel, sondern die Ausnahme", sagte VKA-Hauptgeschäftsführer Manfred Hoffmann.

Der Kompromiss: Bei der Bezahlung, die sich bisher ausschließlich auf die jeweilige Entgeltgruppe bezog, wird künftig auch die Erfahrung der Ärzte berücksichtigt. Diese Umstellung verteuere den Bereitschaftsdienst laut VKA um 7,1 Prozent. Die einzelnen Werte der Bereitschaftsdienstbezahlung steigen demnach zwischen 3,0 und 12,3 Prozent. Die Arbeitnehmervertreter hatten Steigerungen von 9 bis 57 Prozent gefordert.

„Die Tarifeinigung ist ein vertretbarer Abschluss für die Krankenhäuser und die Ärzte", sagte Joachim Finklenburg, Verhandlungsführer der VKA. „Mit 4,1 Prozent Lohnsteigerung in den nächsten 21 Monaten haben die Ärzte ein deutliches Reallohnplus." Gleichzeitig schöpfe der Abschluss den engen Spielraum, den die gesetzlich festgelegte Krankenhausfinanzierung vorgibt, voll aus. Der Tarifabschluss führt für die Krankenhäuser laut VKA zu Mehrkosten von 316 Millionen Euro.

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Mit unserem täglichen Newsletter informieren wir bereits rund 10.000 Empfänger über alle wichtigen Meldungen aus den Krankenhäusern und der Gesundheitsbranche


Kontakt zum Kundenservice

Rufen Sie an: 0 56 61 / 73 44-0
Mo - Fr 08:00 bis 17:00 Uhr

Senden Sie uns eine E-Mail:
info@bibliomedmanager.de

Häufige Fragen und Antworten finden Sie im Hilfe-Bereich