Überlastete Notaufnahme

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Die Krankenhäuser in Mittelfranken schlagen Alarm: Angesichts steigender Patientenströme, hoher Krankheitsstände bei den eigenen Mitarbeitern und den „Grenzen, die Gesetzgebung und Krankenhausplanung geschaffen" hätten, seien Wartezeiten sowie Gang- und Zusatzbetten derzeit nicht vermeidbar, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung des Klinikums Nürnberg, des Klinikums Fürth, der Martha-Maria Krankenhaus gGmbH sowie der St. Theresien-Krankenhauses Nürnberg gGmbH. „Angesichts der derzeitigen Lage appellieren die Krankenhausleitungen an die Patientinnen und Patienten, bevor sie im Krankenhaus vorstellig werden, einen niedergelassenen Arzt oder eine Bereitschaftspraxis wie das AdCom Center in Nürnberg oder die Notfallpraxis in Fürth aufzusuchen", schreiben die Vorstände der vier Krankenhäuser.

Sorge bereite den Klinikleitungen „auch die knappe Kapazität der Sanitätsfahrzeuge". Grundlage hierfür sei das bayerische Rettungsdienstgesetz. Bundesweit klagen Krankenhäuser über wachsende Patientenströme in die Krankenhäuser und eine nicht ausreichende Finanzierung ihrer Notaufnahmen.

In Nordrhein-Westfalen sorgten diese Woche bei den Krankenhäusern Berichte für Entsetzen, dass die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Notdienstpraxen schließen will. Die Krankenhäuser im gesamten Bundesgebiet klagen, dass ihre Kosten für die Notaufnahme durch die Vergütung nicht gedeckt würden. Die Bund-Länder-AG zur Krankenhausreform plant hier zwar Verbesserungen. Der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Georg Baum, bezeichnete die Vorhaben im Fachmagazin „f&w führen und wirtschaften im Krankenhaus" jüngst jedoch als „Enttäuschung".

Schließlich ändere sich unterm Strich so gut wie nichts, schrieb Baum im Rahmen einer Bewertung der gesamten Eckpunkte: „Die Patientenströme fließen in die Krankenhäuser, und der Sicherstellungsauftrag bleibt weiter bei den KVen." Da sei die Absenkung des derzeitigen Investitionskostenabschlags um fünf Prozent nur ein schwacher Trost, so Baum. „Notwendig ist eine komplette Neuaufstellung mit eigenen, den Aufwendungen der Krankenhäuser auch tatsächlich entsprechenden Vergütungsregeln." Wie Kliniken es schaffen können, dass ihre Notfallversorgung kein Millionengrab wird, diskutieren Experten am Donnerstagnachmittag in einem Workshop auf dem 14. Nationalen DRG-Forum in Berlin (19. und 20. März).

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