Krankenkassen kämpfen mit Niedrigzinsen

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Die Gesetzlichen Krankenkassen wollen die Erlaubnis der Politik, ihre üppigen Finanzreserven lukrativer anlegen zu können. Derzeit erlaubt das Sozialrecht den Kassen nur Anlagen innerhalb der Europäischen Union, wo die Zinsen aufgrund der extrem expansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) in weiten Teilen gegen Null tendieren oder sogar negativ sind, wie jüngst bei einigen Bundesanleihen. Zur Stützung der schwierigen wirtschaftlichen Lage in vielen Ländern Europas hat die EZB vor kurzem angekündigt, im Wert von 1,2 Billionen Euro Staatsanleihen am Sekundärmarkt zu kaufen, um das Geldangebot auszuweiten und damit die Zinsen weiter nach unten zu drücken.

Anders als die privaten Krankenversicherungen trifft die gesetzlichen Kassen das ultraniedrige Zinsniveau auch kurzfristig. Schließlich müssen sie ihre Rücklagen von rund 30 Milliarden Euro kurzfristig verfügbar halten, während die Kapitaldeckung der privaten über Jahrzehnte kalkuliert ist. „Es ist unverständlich, dass der Gesetzgeber uns erlaubt, in griechische Anleihen zu investieren, aber nicht einmal als kleine Beimischung in Staatspapiere großer Industrienationen wie Amerika oder Japan oder in solide Aktien", zitierte die „Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) am Montag einen Sprecher der Barmer GEK. Aufgrund des Zinsverfalls in der Eurozone solle der Gesetzgeber die geltenden engen Regeln überprüfen, „damit Versichertengelder bestmöglich und gewinnbringend angelegt werden können", forderte der Sprecher laut FAZ.
 

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