Ärzte fordern neuen Wege in der Aus- und Weiterbildung

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Die Weiterbildung von Medizinern muss stärker am ambulanten Versorgungsbedarf ausgerichtet werden, forderten die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und die Bundesärztekammer (BÄK) diese Woche in einer gemeinsamen Pressemitteilung. „Die Finanzierung der Weiterbildung muss endlich die sektorale Ungleichbehandlung überwinden. Nur so kann der Ärztenachwuchs für eine Weiterbildung im ambulanten Bereich gewonnen und für eine spätere ambulante Tätigkeit und Niederlassung begeistert werden", erklärte demnach KBV-Vorstand Regina Feldmann bei der Eröffnung einer gemeinsamen Fachtagung von KBV und Bundesärztekammer (BÄK) in Berlin.   Hierfür sei eine eigene Finanzierungsgrundlage nötig, wie sie die KBV zum Beispiel mit dem Stiftungsmodell Weiterbildung vorschlage. Damit sei ebenfalls eine Gleichbehandlung von ambulanter und stationärer Weiterbildung gewährleistet. Mit Blick auf die ambulante Weiterbildung betonte BÄK-Vizepräsident Max Kaplan, dass hierfür die Gewährung mindestens gleicher tariflicher Konditionen wie an den stationären Weiterbildungsstätten unerlässliche Voraussetzung sei. Kaplan berichtete, dass die Stärkung der ambulanten Weiterbildung auch Gegenstand der Diskussionen um die Novellierung der (Muster-) Weiterbildungsordnung sei.    Um dem Ärztemangel zu begegnen, hatte die Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) jüngst gefordert, die Zahl der Medizinstudienplätze um mindestens zehn Prozent zu erhöhen. „Wir brauchen mehr Studienplätze, um ausreichend medizinischen Nachwuchs auszubilden. Mit den heutigen Kapazitäten, die weitgehend denen vor 25 Jahren entsprechen, wird sich das Niveau der ärztlichen Versorgung nicht aufrechterhalten lassen, wenn in zehn Jahren die erste Ruhestandswelle auf uns zukommt", erklärte Andreas Botzlar, zweiter Vorsitzender des MB.

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