Schüler starten Petition für eine bessere Pflegeausbildung

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Altenpflegeschüler der Heimerer Schule in Landsberg am Lech, Oberbayern, fordern bessere Rahmenbedingungen für die Alten- und Krankenpflegeausbildung und haben deshalb in dieser Woche eine Petition gestartet. Die Schüler des zweiten Ausbildungsjahres fordern darin die Bundesregierung auf, Missstände in der Ausbildung zu beseitigen, um eine qualitativ gute praktische Ausbildung zu gewährleisten.

Die meiste Zeit ihrer praktischen Ausbildung verbringen die Schüler nach eigenen Angaben mit Tätigkeiten einer Pflegehilfskraft. Nur wenn die Dienste nicht abgedeckt werden könnten, traue man ihnen Tätigkeiten einer Fachkraft zu. Dabei werde jedoch oft ihr aktueller Wissensstand ignoriert. „Wir sind gerne bereit, Verantwortung zu übernehmen, aber bitte nur dann, wenn wir ordentlich angeleitet werden und die Tätigkeit auch dem Stand unseres Ausbildungsniveaus entspricht", bemängeln die Schüler in ihrer Petition.

Nicht selten arbeiteten die Schüler am Wochenende. Das bedeute mitunter 14 aufeinanderfolgende Tage ohne frei und nicht selten, den Lernstoff der Schule, Facharbeiten oder Prüfungsvorbereitungen nach der Arbeit in der Einrichtung zu bewältigen. Oft genug entspräche das einem 12-Stunden-Arbeitstag. „Wir haben Arbeitszeiten wie Manager großer Firmen, tragen große Verantwortung für hilflose Menschen und erhalten nur einen kleinen Obolus. Wer soll sich unter diesen Bedingungen für die Altenpflegeausbildung entscheiden?", schreiben die Schüler in ihrer Petition.

Zu dem Schülerprojekt unter dem Motto „Brennpunkt: Pflege – Die Zukunft liegt in unseren Händen!" zählt neben der Petition auch eine dreitägige Fahrt nach Berlin. Dort wollen die Schüler gemeinsam mit Politikern diskutieren.

Damit die Forderung der Schüler Gehör im Petitionsausschuss findet, müssen mindestens 50.000 Unterschriften bis zum 21. April zusammenkommen.
 

Autor

 Nadine Millich

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