Ambulante Notfallversorgung Berlins unterfinanziert

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Die Berliner Kliniken schlagen Alarm: Aus der Behandlung ambulanter Notfälle entstehen den Krankenhäusern der Hauptstadt nicht gedeckte Kosten von über 72 Millionen Euro pro Jahr. „Die Notaufnahmen der Berliner Krankenhäuser sind durch rein ambulante Notfälle überlastet und nicht annähernd adäquat finanziert", sagte der Geschäftsführer der Berliner Krankenhausgesellschaft (BKG), Uwe Slama. Er stützt sein Urteil auf eine durch die Deutsche Krankenhausgesellschaft veröffentlichtes „Gutachten zur ambulanten Notfallversorgung im Krankenhaus".

Der weitere Rückzug der Vertragsärzte aus der ambulanten Notfallversorgung ist aus Sicht der Kliniken eine der Hauptursachen für die derzeitige Lage, was insbesondere während der sprechstundenfreien Zeiten und an Feiertagen deutlich werde. In Berlin werden laut BKG rund 800.000 ambulante Behandlungen (ohne stationäre Weiterbehandlungen) in den Notaufnahmen der Kliniken durchgeführt. Dem stünden rund 160.000 ambulante Behandlungen durch den Ärztlichen Bereitschaftsdienst und in den 1. Hilfe-Stellen der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin gegenüber. Die Kliniken fordern eine adäquate Vergütung dieser Behandlungen. Sie rechnen vor: Bei einem durchschnittlichen Erlös von 28 bis 32 Euro pro ambulantem Notfall gegenüber Kosten von 120 Euro finanzierten die Kliniken diesen Teil der Gesundheitsversorgung ungedeckt mit über 72 Millionen Euro pro Jahr aus eigener Tasche.

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