Lieferengpässe sind Preisdruck geschuldet

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Lieferengpässe in der Arzneimittelversorgung mit sogenannten Generika sind auch auf den Preisdruck durch das deutsche System der Rabattverträge zurückzuführen. Das teilte der Interessenverband Pro Generika, den Herstellern von Nachahmerpräperaten patentfreier Originale, heute bei der Präsentation einer neuen Studie im Auftrag des Verbands mit. Die Marktregulierung hierzulande erschwere „die Planbarkeit einer bedarfsgerechten Produktion", sagte der Pro Generika-Chef Wolfgang Späth. Die Preispolitik der Kassen habe zudem die Folge, dass sich Hersteller aus bestimmten Wirkstoffmärkten zurückziehen müssten. „Wer beim einkaufsverhalten vorrangig auf Tiefstpreise setzt, nimmt damit auch ein höheres Risiko für Engpässe in Kauf."

Die Bundesregierung sieht bisher in den Lieferengpässen keine generelle Gefahr für die Versorgung der Bevölkerung. Die Probleme bestünden nie für eine längere Zeit, und für die betroffenen Medikamente stünden meist Alternativen zur Verfügung. Das geht aus einer Antwort der Regierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor. Die erst vergangenes Jahr verlängerten Zwangsrabatte der Hersteller im GKV-Markt gelten noch bis 2017 und haben dem deutschen Gesundheitssystem trotz anhaltender Kostensteigerungen Experten zufolge fast 3 Milliarden Euro pro Jahr gespart.

 

 

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