Schulterzucken nach Göttinger Urteilsspruch

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Der gestrige Freispruch im Organspendeskandal soll an den bestehenden Regeln für Transplantationen nichts ändern, wenn es nach der Bundesärztekammer (BÄK) und der Deutschen Transplantationsgesellschaft (DTG) geht. In dem Prozess wurde dem ehemaligen Leiter der Göttinger Transplantationschirurgie vorgeworfen, er habe Daten manipuliert, um die eigenen Patienten bei der Vergabe von Spenderorganen unberechtigt Vorteile zu verschaffen. Die Verbände distanzierten sich nun erneut scharf vom Verhalten des 47-jährigen Mediziners. Neue Getetze und Richtlinien forderten sie in Reaktion auf die Urteilsverkündung jedoch nicht.

Gesetzgeber und Ärztegruppen hätten bereits vor etlichen Jahren mit weitreichenden Änderungen im Transplantationsgesetz und den ärztlichen Richtlinien auf die 2012 bekannt gewordenen Vorfälle reagiert, erklärte die DTG am Mittwoch. Diese Einschätzung teilte die Bundesärztekammer (BÄK). „Die nötigen Konsequenzen wurden gezogen", so der Vorsitzende der Ständigen Kommission Organtransplantation, Hans Lilie, „und die getroffenen Maßnahmen haben längst ihre präventive Wirkung entfaltet".

So ist in fast allen Transplantationszentren das schon bisher übliche interdisziplinäre Mehraugenprinzip inzwischen festgeschrieben. Regelverstöße haben laut DTG mittlerweile klar definierte strafrechtliche Konsequenzen. Für eine rechtliche Analyse des Freispruchs wollen beide Verbände hingegen noch das schriftliche Fassung des Urteils abwarten.

 

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