Antibiotika-Strategie auch neben der Klinik

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Resistenzbildung ist nicht allein auf Klinikhygiene zu reduzieren. Das sagte DKG-Geschäftsführer Georg Baum am Mittwoch in Berlin anlässlich der nun vorgestellten „Deutschen Antibiotika-Resistenzstrategie – DART 2020" von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe. Es sei zwar richtig, Patienten künftig grundsätzlich auf multiresistente Keime hin zu testen. „Der viel zu häufige Einsatz von Antibiotika in der ambulanten Medizin – insbesondere auch in anderen Ländern – und in der Tiermedizin ist die wesentliche Ursache dafür, dass Bakterien überhaupt Resistenzen gegen Antibiotika bilden und sich weit verbreiten können", sagte DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum. Die Bundesregierung hat mit DART auch die Meldepflicht der Krankenhäuser auf weitere multiresistente Erreger erweitert.

Baum lobte den entsprechende Beschluss des Bundeskabinetts zu DART 2020, der über das klinische Screening hinausgeht. Die ungezielte Nutzung von Antibiotika bei Mensch und Tier müsse international eingedämmt und neue Resistenzbildungen frühzeitig erkannt werden. „Die DKG begrüßt es ausdrücklich, dass die Bundesregierung auch im Rahmen der deutschen G7-Präsidentschaft zusammen mit den G7-Staaten konkrete Aktivitäten und Verpflichtungen gegen Antibiotikaresistenzen von Bakterien erarbeiten will", so Baum abschließend.

Berichte über tödliche Keime im Krankenhaus schrecken immer wieder die Bevölkerung auf. In der aktuellen Ausgabe der f&w stellen wir den neuen Hygiene-Barometer vor, mit dessen Hilfe Bibliomed die öffentliche Debatte zum Thema Krankenhaushygiene künftig genauer analysiert.

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