AQUA-Methodenpapier zeigt Fortschritte bei Qualitätssicherung

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Krankenkassen können künftig auch Sozialdaten wie Krankenhausberichte ihrer Versicherten nutzen, um etwa Leistungsansprüche auf Krankengeld zu prüfen. Aufgrund des Sozialgeheimnisses durften sie bislang nicht selbst Informationen beschaffen und auswerten, sondern mussten hierfür den MDK beauftragen. Neu geregelt ist dies in § 299 SGB V und geht aus der aktuellen Version des Methodenpapiers zur gesetzlichen Qualitätssicherung (QS) im Gesundheitswesen hervor, die das Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen (AQUA) im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) jetzt veröffentlicht hat. Vor allem bei der Sozial- bzw. Routinedatennutzung und der Risikoadjustierung seien in den vergangenen Jahren erhebliche Fortschritte erzielt worden, die in künftigen QS-Verfahren zum Tragen kommen werden, so Prof. Joachim Szecsenyi, Geschäftsführer des AQUA-Instituts.

Auch die Methodik der Patientenbefragung habe sich verändert und sei nun in Bezug auf Präferenzen, Sichtweisen und Erfahrungen sowie auch den Gesundheitszustand der Patienten viel klarer festgelegt. Patienten könnten außerdem auf mögliche Qualitätsdefizite hinweisen, die sich einer Messung bzw. Darstellung durch Indikatoren, die auf Routinedaten oder QS-Dokumentation basieren, entziehen, heißt es in dem Methodenpapier. Generell stellt es vor, auf welche Weise sektorenübergreifende Verfahren der Qualitätssicherung entwickelt werden und bildet die wissenschaftliche und konzeptionelle Grundlage für die Entwicklung und Durchführung der externen QS. Rechtliche Änderungen oder Erfahrungen aus der Umsetzung müssen hier berücksichtigt werden.

>> Download Methodenpapier

 

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