Wandschneider: Reform ohne Qualitätsplus

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Die geplante Krankenhausreform schafft mehr Bürokratie statt Qualität. Diese Kritik äußerte der Vorsitzende der Asklepios-Konzerngeschäftsführung, Ulrich Wandschneider, gestern in Hamburg. Grundsätzlich sei die gestiegene Bedeutung der medizinischen Qualität zwar zu begrüßen. „Hier fühlen wir uns auf unserem Weg bestätigt", so Wandschneider. Qualitätsverbesserungen im Sinne der Patienten sieht der Konzernchef jedoch nicht. Stattdessen erwarte er einen erheblichen Bürokratieaufbau für Krankenhäuser, Kassen und Verwaltung, die der eigentlichen Patientenversorgung einmal mehr Ressourcen entzöge.

Auch auf der Kostenseite schaffe der Entwurf keine spürbare Entlastung. So sei das geplante Pflegeförderprogramm in Höhe von rund 300 Millionen Euro jährlich angesichts eines branchenweiten Personalaufwands in Höhe von rund 15 Milliarden Euro bestenfalls einen Tropfen auf den heißen Stein. Gleiches gelte für den ausgelobten Strukturfonds.

Wandschneider will lieber die bisherigen Versorgungszuschläge behalten und die geplante Fixkostendegression für Mehrleistungen überarbeitet sehen. Das neue Gesetz solle aus seiner Sicht sicherstellen, dass Kliniken, die Mehrleistungen aufgrund exzellenter Qualität oder zukunftsfähiger Schwerpunktbildungen erbringen, von Abschlägen befreit werden.

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