Immer weniger Behandlungsfehler

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Im vergangenen Jahr haben die Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen der Bundesärztekammer (BÄK) bundesweit insgesamt 7.751 Entscheidungen zu mutmaßlichen Behandlungsfehlern getroffen. Damit ist die Zahl der Sachentscheidungen im Vergleich zum Vorjahr geringfügig gesunken, wie aus der BÄK-Behandlungsfehlerstatistik für das Jahr 2014 hervorgeht. Davon habe in 2.252 Fällen tatsächlich ein Behandlungsfehler vorgelegen, wofür wiederum Patienten in 1.854 Fällen Anspruch auf Entschädigung hatten, weil Behandlungsfehler bzw. Risikoaufklärungsmängel ursächlich für einen Gesundheitsschaden gewesen sind. Häufigste Ursache seien demnach Diagnosen zu Knie- und Hüftgelenkarthrosen sowie Unterarmfrakturen gewesen.

Anstatt Ärzten Pfusch vorzuwerfen plädierte Dr. Andreas Crusius, Vorsitzender der Ständigen Konferenz der Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen der Bundesärztekammer, für eine offene Fehlerkultur. Die BÄK engagiere sich seit Jahren für die Fehlerprävention und setzt aktuelle Fehlerdaten auch zur Fortbildung der Mediziner ein, um künftige Fehler zu vermeiden. Ärzte könnten zudem sogenannte ‚Beinahefehler‘ anonym über das System CIRSmedical melden. Auch ärztliche Peer-Reviews hätten einen hohen Stellenwert bei der Fehlerprophylaxe.

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