Forderung nach Weiterentwicklung der Herzmedizin

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Führende Vertreter der deutschen Herzmedizin haben einen Zehnpunkteplan für eine bessere Versorgung der Patienten erstellt. Bei einem gemeinsamen Pressegespräch vergangene Woche in Berlin stellten Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der Barmer GEK, Jochen Cremer von der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie und Chefarzt am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Christian Hamm von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie und Chefarzt an der Kerckhoff-Klinik Bad Nauheim, der Vorsitzende des Sachverständigenrats Gesundheit der Bundesregierung, Ferdinand Gerlach, und der ehemalige Chefarzt des Klinikums Wuppertal, Hartmut Gülker, das Papier vor.

Insbesondere fordern die Experten, dass die „sprechende" Medizin und die persönliche Befassung mit dem Patienten endlich höher bewertet werden im Vergleich zu technischen Leistungen. Zweitmeinungsverfahren sollten generell zur Verfügung stehen. Nichtinvasive Verfahren sollten anstelle einer invasiven Diagnostik gefördert werden. Die Experten sprechen sich für eine „angemessene Stufendiagnostik gemäß hochwertiger Leitlinien mit strenger und überprüfbarer Indikationsstellung" aus. Auf die Neugründung weiterer Herzkatheterlabore, elektrophysiologischer Messplätze und herzchirurgischer Fachabteilungen solle „generell verzichtet" werden. Die Indikationsstellung bei Koronargefäß- und Klappeneingriffen solle durch interdisziplinäre Herzteams gemäß aktueller Leitlinien erfolgen. Für TAVI sollten außerdem Mindestmengen eingeführt werden.

 

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