Mittel gegen Parkinson in Sicht

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Parkinson kann möglicherweise schon bald frühzeitig diagnostiziert werden und der Ausbruch der Krankheit mit einem Medikament verhindert werden. Das sagte der Marburger Medizinprofessor Wolfgang Oertel am Donnerstag in Anwesenheit von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU). Studien in Marburg hätten ergeben, dass Patienten mit bestimmten Schlafstörungen mit einer Wahrscheinlichkeit von 85 Prozent zehn bis 15 Jahre später an Parkinson erkrankten. Er habe dies bei Patienten entdeckt, die nachts beim Träumen laute Geräusche von sich geben oder um sich treten, davon aber am nächsten Morgen nichts mehr wissen.

Basis für die Krankheit ist Oertel zufolge der Magen-Darm-Trakt. Der Neurologe sagte, er wolle nun Darmforscher in seine Arbeit einbinden, um weitere Erkenntnisse zu sammeln. Um den Verlauf der Krankheit zu stoppen, sein ein Medikament nötig, das heute bereits für andere Indikationen erhältlich sei. Da sich Oertels Forschungen in einem sehr frühen Stadium befinden, wollte er aber keine näheren Angaben dazu machen. Auch andere neurologische Erkrankungen wie Alzheimer können möglicherweise mit der Methodik früh erkannt und damit behandelt werden.

Vor einem Jahr war weltweit eine andere Nervenkrankheit in den öffentlichen Fokus gerückt worden, nämlich ALS. Weltweit hatten sich Prominente bei der Ice Bucket Challenge beteiligt, indem sie sich einen Kübel mit Eiswasser über den Kopf gossen. Sie wollten damit medienwirksam dazu aufrufen, für die Erforschung und Bekämpfung der seltenen Krankheit zu spenden.

Oertel machte gegenüber dem Bundesgesundheitsminister deutlich, dass kleinere Forschungsstandorte wie die Uniklinik Marburg neben großen Forschungszentren nötig seien, um in kleinen interdisziplinären Teams Erkenntnisse zu generieren.

 

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