DBfK will mehr Macht für Charité-Pflegedirektion

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Die laufende Ausschreibung für die Stelle der Pflegedirektion an der Charité ist auf Kritik gestoßen. Die Anforderungen, Gestaltungsmöglichkeiten und das geforderte Profil klafften „weit auseinander", heißt es in einer Mitteilung des Regionalverbands Nordost des Deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe (DBfK). Bereits seit 2003 habe die Position nicht dem engeren Vorstand angehört, der die strategischen Entscheidungen treffe und das operative Geschäft führe.

Laut Geschäftsführerin des DBfK Nordost, Ulla Rose, kann die operative Steuerung der Pflege aber nur gelingen, „wenn die Pflegedirektion zugleich Vorgesetze/r der pflegenden Berufsangehörigen ist und Budgetverantwortung hat". Mittelfristig seien Änderungen im Universitätsmedizingesetz erforderlich, „damit die Pflegedirektion künftig dem engeren Vorstand angehört", so Rose weiter.

Darüber hinaus ist laut dem Berufsverband auch die Qualifikationsbeschreibung „Formale Weiterbildung als Pflegedienstleitung, ggf. Zusatzqualifikation im Pflegemanagement" unpassend. Die Qualifizierung der pflegerischen Leitungspersonen im Krankenhaus sei schon vor Jahrzehnten an die Hochschulen gegangen. Zudem sei es ohne diesen Hintergrund nicht möglich, neueste evidenzbasierte pflegewissenschaftliche Erkenntnisse zu nutzen, sagte Rose. Allerdings sollte sich „in einer derart exponierten Stellung wie der Pflegedirektion der Charité", das „Fortschreiten der Disziplin und Profession Pflege exemplarisch abbilden".

Autor

 Johanna Kristen

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