Regierung, ASB und VN kritisieren Mangel an Hilfsgeldern

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Die Bundesregierung, die Vereinten Nationen und Hilfsorganisationen wie der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) machen die sich verschärfende humanitäre Lage in den arabischen Ländern für die wachsende Zahl von Flüchtlingen in Deutschland verantwortlich, die auch das Gesundheitssystem und die Krankenhäuser in Deutschland herausfordern. Mittelfristig sei eine Reduzierung der Zahl der Flüchtlinge nur möglich, wenn die Situation in den Herkunftsländern verbessert werde, sagte der Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Hans Georg Engelke, beim parlamentarischen Abend des ASB am Montag. Er kritisierte, dass die internationalen Geldgeber die Mittel für die Flüchtlingscamps vor Ort gekürzt hätten.

Ins selbe Horn stieß der ASB-Bundesvorsitzende Knut Fleckenstein: „Mit ziemlicher Verärgerung haben wir zur Kenntnis genommen, dass das UNHCR immer weniger Mittel zur Verfügung hat. Da brauchen wir uns nicht wundern, wenn die Menschen zu uns kommen." Fleckenstein lobte insbesondere die serbische Regierung für ihren Umgang mit den Flüchtlingen, die offenkundig mehr auf europäische Werte achte „als so manches EU-Mitglied".

Im zweiten Halbjahr dieses Jahres sind 500 Millionen Euro an Hilfsgeldern nötig, um die Lage in dem Land zu stabilisieren. Diese Zahl hatte der stellvertretende Koordinator für die humanitäre Hilfe der Vereinten Nationen (VN) im Irak, Dominik Bartsch, bereits am Montag genannt. Bisher habe die internationale Gemeinschaft aber nur 200 Millionen Euro zugesagt. Allein für das Jahr 2016 sei für eine ausreichende Hilfe im Irak Gelder in Höhe von 1 Milliarde Euro nötig.

Insbesondere Binnenflüchtlinge, also etwa Iraker, die vor der Terrormiliz Islamischer Staat in die von kurdischen Einheiten gesicherten Regionen des Iraks geflohen seien und dort seit mehreren Monaten verharrten, würden derzeit resigniert ihr Land verlassen. Er nannte drei Probleme: Die nicht gewährleistete Grundversorgung, die Perspektivlosigkeit angesichts sich nicht abzeichnender Rückkehrmöglichkeiten in ihre Heimatgebiete und die wirtschaftliche Situation, die unter anderem dazu führe, dass es völlig unzureichende Möglichkeiten für Kinder gebe, Schulen zu besuchen.

Autor

Dr. Stephan Balling

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