Fuhrmann entschuldigt sich für Brief an Kliniken

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Der Geschäftsführer der KV-Telematik, Florian Fuhrmann, hat sich für seinen Brief an deutsche Kliniken entschuldigt, in dem er das System KV-Connect als das Mittel zur Verschickung des kommenden elektronischen Entlassbriefes bezeichnet hatte. "Ich wollte nicht, dass dies Missverständnisse hervorruft", sagte Fuhrmann heute auf der Herbsttagung des Krankenhaus-IT-Verbands in Düsseldorf im Rahmen einer Debatte. Denn das System der Kassenärzte sei laut Fuhrmann "natürlich nur eine mögliche Variante."

Das hatte einen Tag zuvor auch ein Vertreter der Kliniken ähnlich gesehen. Das Datenaustauschsystem der Kassenärztlichen Bundesvereinigung „KV-Connect" könnte für die Versendung der elektronischen Entlassbriefe aus dem E-Health-Gesetz tatsächlich in Frage kommen, sagte der Geschäftsführer des IT-Dezernats der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Jan Neuhaus, im Rahmen eines Vortrags. Zwar gebe es noch keine entsprechende Vereinbarung. Aber: „Es gibt die Möglichkeit, dass KV-Connect darin vorkommen wird." Gegenüber Fuhrmann sagte er aber, dass es wichtig sei, offene Standards zu setzen statt auf ein geschlossenes System.

Der Entwurf zum neuen E-Health-Gesetz sieht vor, Krankenhäuser für das Verschicken von elektronischen Entlassbriefen mit 1 Euro pro Stück zu vergüten. Weitere 50 Cent erhalten Ärzte für das Lesen dieser Emails. Über Details sollen sich die DKG und Kassenärzte bis Ende März 2016 einigen. Dann startet die neue zweijährige Förderung für die Verschickung dieser Emails. Ab 2018 soll es das Zusatzentgelt dann nur noch für Entlassbriefe geben, die Kliniken und Ärzte mittels der offiziellen Telematikinfrastruktur versenden.

Neuhaus kritisierte am Mittwoch, dass parallel zum elektronischen Entlassbrief bis Ende nächsten Jahres auch noch die generelle Übermittlung medizinischer Dokumente festgelegt werden müsse. „Es bleibt unklar, wie der Brief sich dann in die Telematikinfrasturktur integriert." Hier bestünde ein Widerspruch zu den Entlassbrief-Plänen. „Fakt ist, das auch KV-Connect spätestens 2018 durch ein System aus der Telematikinfrastruktur abgelöst wird, die bis dahin bestehen soll", so Neuhaus.

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