Erneuter Gegenwind für Generalistik-Kritiker

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Die Christlichen Krankenhäuser in Deutschland (CKiD), Diakonie und Caritas haben sich erneut klar für die Einführung einer generalistischen Pflegeausbildung stark gemacht. „Aus Sicht der kirchlichen Verbände ist das derzeit medial unterstützte Totreden der Generalistik kontraproduktiv für das Hauptziel der Ausbildungsreform: die bestmögliche Ausbildung für die Begleitung und Versorgung pflegebedürftiger Menschen zu entwickeln", heißt es in einer entsprechenden Mitteilung.  Zudem müssten noch mehr junge Menschen für den Pflegeberuf begeistert werden. Das gelinge nur „durch ein breites, durchlässiges und anschlussfähiges Ausbildungssystem, das jungen Menschen neue Karrierewege eröffnet."

Auch die SPD hält weiter an der Zusammenführung der bislang getrennten Berufsausbildungen für die Kranken- und die Altenpflege fest. Sie sei unabdingbar, „um die Pflege auf die sich ändernden und sich weiter vermischenden Versorgungsbedarfe einer älter werdenden Gesellschaft auszurichten", heißt es in einer Mitteilung der gesundheitspolitischen Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Hilde Mattheis, und der für die Pflegeberufe zuständigen Fachberichtserstatterin Bettina Müller. Sie reagieren damit auf die Äußerungen des CDU-Bundestagsabgeordneten Erwin Rüddel, der die Chancen für eine umfassende Reform der Pflegeausbildung hin zu einem generalistischen Berufsbild schwinden sieht.

Gestern hatten sich bereits der Deutsche Pflegerat (DPR) und der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) empört über die Kritik Rüddels gezeigt . Der DPR warnte in seiner Mitteilung vor einer "Blamage für die Bundesregierung", sollte die Generalistik noch scheitern.

Autor

 Johanna Kristen

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