BG-Kliniken und Marburger Bund uneins

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Die Tarifverhandlungen für die Ärzte in den Krankenhäusern der Berufsgenossenschaften stocken. Auch die dritte Verhandlungsrunde diese Woche hat nach Angaben der Gewerkschaft Marburger Bund (MB) und des BG-Klinikverbunds keine Einigung gebracht. Ein neuer Verhandlungstermin sei für den 13. November vereinbart, teilten beide Parteien übereinstimmend mit.

Die BG-Kliniken hatten nach eigenen Angaben angeboten, die Gehälter aller Einkommensgruppen rückwirkend zum 1. Juli 2015 und mit einer langfristigen Laufzeit in zwei Stufen um insgesamt 3,25 Prozent anzuheben.  „Bei unserem Angebot liegt das Tarifniveau weiterhin deutlich über vergleichbaren Arzttarifverträgen von Ländern, kommunalen Arbeitgebern oder der Charité", sagte Ingo Thon, Verhandlungsführer der BG Kliniken, in einer entsprechenden Mitteilung. „Die Gesamtforderung des Marburger Bundes, insbesondere nach einer zusätzlichen Anhebung ausgewählter Entgeltstufen, halten wir für nicht gerechtfertigt."

Dagegen teilte MB-Verhandlungsführer Rolf Lübke mit: „Die Arbeitgeberseite hat die Zeichen der Zeit noch nicht erkannt. Man kann nicht Ärztinnen und Ärzte in Unfallkliniken langfristig vom Gehaltsniveau anderer Krankenhausträger abkoppeln, ohne dass eine solche Politik weitere Abwanderungstendenzen befördert." Das in Aussicht gestellte „Angebotspaket" erreiche nicht annähernd das Niveau anderer, schon länger zurückliegender Tarifabschlüsse im Krankenhausbereich. Laut Gewerkschaft hätte das Arbeitgeberangebot darin bestanden, die Ärztegehälter mit Wirkung vom 1. Juli 2015 um 1,5 Prozent zu erhöhen und ab dem 1. Juli 2016 um 1,7 Prozent steigen zu lassen, bei einer Gesamtlaufzeit von 27 Monaten. „Die BG Kliniken wollen Niedrigpreise zu Höchstlaufzeiten – das ist vollkommen unrealistisch", bekräftigte Lübke.

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