Kasse muss Strahlentherapie voll vergüten

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Die KKH Krankenkasse muss dem Uniklinikum Dresden die volle Vergütung für vollstationäre Radiojodtherapien bezahlen. Das hat das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel vergangene Woche entschieden. Das Klinikum hatte eine Patientin entsprechend vollstationär behandelt, die an einer mehrknotigen Schilddrüsenvergrößerung litt und mehrere Tage stationär aufgenommen wurde. Der Gesetzgeber hatte bei dieser Behandlung wegen Strahlenschutzbestimmungen eine anschließende Mindestaufnahmedauer von 48 Stunden vorgegeben. Die entsprechenden Kosten wollte die KKH jedoch nicht bezahlen. Bereits in der Vergangenheit hatten Kassen eine entsprechende Vergütung einer vollstationären Radiojodtherapie verweigert, da ihrer Meinung nach die vollstationäre Unterbringung des Patienten nur aus Gründen der öffentlichen Sicherheit erfolge. Im europäischen Ausland werde diese Behandlung auch ambulant erbracht.

Dieser Argumentation wollte das Gericht nicht folgen. „Das Gericht hat anerkannt, dass Behandlung und anschließende Unterbringung bei einer Radiojodtherapie eine Einheit und nicht zu trennen sind", sagt Jörg Kotzerke, Direktor der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin am Uniklinikum Dresden, gegenüber BibliomedManager. Die Uniklinik hat nun Anspruch auf 2.836,39 Euro Vergütung, da die vollstationäre Behandlung der Versicherten nach Auffassung des BSG „im Rechtssinne aus allein medizinischen Gründen erforderlich" war. Hierfür genüge es, dass die Versicherte medizinisch dieser Therapie bedurfte und sie strahlenschutzrechtlich nur stationär erbracht werden dürfe.

Die KKH erklärte gegenüber BibliomedManager, dass Sie das Urteil begrüße, weil es nun Rechtssicherheit auch für andere Krankenkassen schaffe.

In Deutschland wurden 2012 47.314 Patienten nuklearmedizinisch in 114 Krankenhäusern behandelt.

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