Asklepios baut Hamburger Kliniken um

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Der private Krankenhauskonzern Asklepios will seine Hamburger Kliniken umstrukturieren und damit zehn Millionen Euro sparen. Betroffen sind nichtmedizinische Dienstleistungen wie Einkauf, Buchhaltung, Technik und Medizintechnik. „Hier existieren in unseren sieben großen Kliniken noch aus Zeiten des ehemaligen Landesbetriebs Krankenhäuser (LBK) Doppelstrukturen, die wir jetzt korrigieren", teilte Asklepios heute gegenüber BibliomedManager mit. Von der Reform verspricht sich der Konzern einheitliche Strukturen mit einer höheren Qualität, größere Ausfallsicherheit und positive Effekte aus Rahmenverträgen. Medizinische Dienstleistungen wie das Großlabor Medilys oder die Apotheke seien im Konzern Vorbild dafür, wie zentralisierte Strukturen hervorragend funktionieren können, so Asklepios.

Betroffen vom Umbau seien etwa 1.000 der insgesamt 14.000 Mitarbeiter. „Sie sollen künftig in klar definierten, branchenbezogenen Dienstleistungsgesellschaften tätig sein." Zum überwiegenden Teil würden sie von einer Dienstleistungsgesellschaft in eine andere wechseln. Alle betroffenen Dienstleistungen sollen im Hamburger Asklepios Konzern verbleiben. Asklepios kündigte an, in Gespräche und Verhandlungen mit dem Konzernbetriebsrat einzutreten.

Gestern hatte das Unternehmen zudem seine Quartalszahlen vorgelegt: Der Umsatz konnte von Januar bis September im Vergleich zum Vorjahr um 2,2 Prozent auf EUR 2,31 Milliarden Euro (Vorjahr: 2,26  Milliarden) gesteigert werden, vor allem wegen steigender Patientenzahlen im stationären und ambulanten Bereich. „Die steigende Zahl der Patienten beweist, dass unsere Strategie der Schwerpunktkliniken richtig ist", sagte Ulrich Wandschneider, Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung der Asklepios Kliniken GmbH. Das operative Ergebnis EBITDA stieg in den ersten neun Monaten 2015 um 12,9 Prozent auf 265,7 Millionen Euro, das entspricht einer EBITDA-Marge von 11,5 Prozent (Vorjahr: 10,4 Prozent) und einer Steigerung um 1,1 Prozentpunkte.

Insgesamt erhöhte sich das Konzernzwischenergebnis um 23 Prozent auf EUR 135,1 Millionen Euro (Vorjahr: 109,8 Millionen). Das entspricht einer Umsatzrendite von 5,8 Prozent (Vorjahr: 4,9 Prozent). Zudem hat Asklepios im August 2015 ein Schuldscheindarlehen im Volumen von 580 Millionen Euro platziert. Aufgrund der hohen Nachfrage sei die Emission vielfach überzeichnet gewesen.

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