„Relativ banale Tumore" nicht ins Krankenhaus

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Nach Ansicht von Josef Hecken, unparteiischer Vorsitzender des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) der Selbstverwaltung, müssen Patienten „mit relativ banalen Tumoren" zur Nachsorge nach einer Operation nicht im Krankenhaus behandelt werden. Mit diesen Worten verteidigte Hecken am Donnerstagabend auf einer Pressekonferenz die Beschlüsse der vorangegangenen Plenumssitzung des G-BA zur ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung (ASV). Dieser relativ neue Versorgungssektor soll Patienten mit definierten Krankheitsbildern ermöglichen, sich von interdisziplinären Ärzteteams aus dem ambulanten und stationären Sektor behandeln zu lassen.

Der G-BA hatte zuvor gegen teils heftigen Widerstand der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) Änderungen an der ASV-Rahmenrichtlinie sowie an den Ausführungen für die Regeln zur Behandlung der Patientengruppen mit gastrointestinalen Tumoren und Tumoren der Bauchhöhle, gynäkologischen Tumoren und Marfan-Sydrom beschlossen. Anlass für die Änderungen war das Versorgungsstärkungsgesetz (VSG) vom Juli, mit dem der Gesetzgeber unter anderem die Eingrenzung der ASV auf schwere Verlaufsformen dieser Krankheitsbilder beseitigt hat. Hecken sagte dazu, dass diese Gesetzesänderung aber nicht bedeuten könne, dass jeder Tumor im Rahmen der ASV behandelt werde. Falls beispielsweise nach einer Operation keine Chemotherapie nötig sei, sollten Patienten keinen Zugang in die ASV haben.

Neben den neuen Regeln zur ASV beschloss der G-BA am Donnerstag eine Reihe von weiteren Änderungen. Zu nennen ist insbesondere das Entlassmanagement der Krankenhäuser. Hierbei wurden in erster Linie neue Möglichkeiten und Fristen für die Verordnung von Medikamenten, Heil- und Hilfsmitteln sowie Psychotherapien verabschiedet. Details zu den neuen Regeln lesen Sie in der Januar-Ausgabe des Fachmagazin „f&w führen und wirtschaften im Krankenhaus" sowie als Abonnent des BibliomdManagers in Kürze hier.

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