Ersatzkassen kontra G-BA

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Der deutliche Zuwachs an Aufgaben für den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) der Selbstverwaltung stößt auf heftige Kritik beim Verband der Ersatzkassen (VDEK). Deren Vorsitzender Christian Zahn kritisierte am Mittwoch in Berlin unter anderem, dass der G-BA künftig Indikationen für Qualitätsverträge im Krankenhausbereich vorgeben müsse. Dies sei jedoch „Selektivvertragsgeschäft", erklärte Zahn. Auch das Thema Sicherstellungszuschläge für Kliniken auf dem Land könnten die Vertragsparteien selbst behandeln. Zahn warnte vor einer „schleichenden Verstaatlichung des Gesundheitswesens", wenn immer mehr Aufgaben dem G-BA übertragen würden.
 
Der Verbandsvorsitzende sprach sich ferner für die Wiederherstellung der paritätischen Finanzierung in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) aus. Den derzeitigen Anstieg der Beitragssätze  führte er auf die wachsenden Ausgaben infolge der Gesetzesbeschlüsse des Jahres 2015 zurück, etwa die Krankenhausreform. Doch auch im Arzneimittelbereich sieht der VDEK Anlass, den wachsenden Kosten Einhalt zu gebieten. Unter anderem müssten die augehandelten Preise für Arzneimittel rückwirkend zur Markteinführung gelten, forderte VDEK-Vorstandsvorsitzende Ulrike Elsner. Sie plädierte auch für eine Reform des morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs.
 

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