Abrechnung: Zahl der Kaiserschnitt-Notfälle steigt

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Deutsche Krankenhäuser rechnen Kaiserschnitte offenbar immer häufiger als Notfall-Operation statt als geplante Behandlungen ab. Wie unter anderem die Frankfurter Neue Presse (FNP) am Wochenende berichtet, zeigt dies eine entsprechende Auswertung von Routinedaten der Techniker Krankenkasse, die der Deutschen Presseagentur vorliegt. Seit 2009 werden ungeplante Kaiserschnitte mit 3.400 Euro deutlich höher vergütet als geplante mit 2700 Euro.

Seit dieser Änderung sei die Zahl der ungeplanten Kaiserschnitt-Geburten im Vergleich zu den geplanten Eingriffen gestiegen. 2014 lag das Verhältnis demnach bei 56 zu 44 Prozent „Hier ist der wirtschaftliche Anreiz offenbar ausschlaggebend", zitiert die FNP Frank Verheyen, Direktor des Wissenschaftlichen Instituts für Nutzen und Effizienz im Gesundheitswesen der TK (WINEG). Für einen Anstieg der ungeplanten Kaiserschnitt gebe es keine anderen Gründe. Die TK schätzt, dass der gesetzlichen Krankenversicherung insgesamt zwischen 2010 und 2014 Mehrkosten von 31,5 Millionen Euro entstanden sind. 

Die Kliniken würden nicht betrügen, sondern genauer kodieren, erklärte dagegen Wolfgang Henrich, Direktor der Geburtsklinik an der Berliner Charité in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Das Personal werde wegen des ökonomischen Drucks geschult, Kaiserschnitte korrekter als früher abzurechnen.

 

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