Allgemeinmediziner erbost über MB-Studi-Barometer

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Die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin (DEGAM) kritisiert die Schlussfolgerungen des Marburger Bundes (MB) aus den Ergebnissen des MB-Studi-Barometers 2016. Die Ärztegewerkschaft hatte verlautet, die Berichte über den Nachwuchsmangel in der Allgemeinmedizin seien übertrieben. Das Ergebnis der Befragung, die ein hohes Interesse an dem Fach zeige, sei nicht repräsentativ, teilte die DEGAM gestern mit. Nicht die Hälfte aller Studenten, wie die Umfrage suggeriere, sondern letztlich nur rund zehn Prozent jedes Jahrgangs entschieden sich demnach für das Fach.

Erbost zeigte sich die Gesellschaft über einige Details der Umfrageauswertung durch die Ärztegewerkschaft. 86 Prozent der Befragten hatten sich demzufolge gegen einen Pflichtabschnitt Allgemeinmedizin im Praktischen Jahr ausgesprochen, was laut DEGAM zunächst nicht überraschend sei. Medizinstudenten würde zusätzliche Verpflichtungen im Studium schließlich generell kritisch sehen. Es sei aber nicht nachvollziehbar, dass an dieser Stelle die Ergebnisse für Frankfurt am Main separat ausgewiesen wurden, dem Lehrstuhl des DEGAM-Präsidenten und Direktors des dortigen Instituts für Allgemeinmedizin, Ferdinand M. Gerlach Diese Auswahl dient aus Sicht der DEGAM allein der Polemisierung und entbehre jeder Grundlage. Bundesweit sei der Standort für hervorragende Evaluationsergebnisse in anderen Erhebungen bekannt. Die MB-Befragung ist laut DEGAM daher nicht repräsentativ.

Kritik äußerte die Gesellschaft auch gegen die aus ihrer Sicht tendenziös formulierten Fragen, zum Beispiel „Welche Gründe sprechen aus Deiner Sicht gegen eine Tätigkeit als niedergelassener Hausarzt?", während nach Gründen zugunsten einer solchen Tätigkeit hingegen nicht gefragt wird.

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