Entspannung bei Extremkosten

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Der Bericht über Extremkosten im Krankenhaus 2016 zeigt, die Kosten in Krankenhäusern werden „durch die systematische Weiterentwicklung der Fallpauschalen zunehmend genauer abgebildet". Das geht aus einer gemeinsamen Mitteilung der Parteien der Selbstverwaltung hervor. Der Extremkostenbericht des Instituts für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) im Auftrag von Deutscher Krankenhausgesellschaft, Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-SV) und Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) verdeutliche, extreme Kostenausreißer nach oben oder nach unten auf Basis der Daten von 2014 (241 Krankenhäuser, rund 4 Millionen Fälle) gingen zurück: von 30,7 Millionen Euro auf 5,3 Millionen Euro.

Ein weiteres Ergebnis der Analyse sei, dass in der Kinderonkologie die mittlerweile veränderten Fallpauschalen das Leistungsgeschehen nun besser als früher abbildeten. Im Vorjahresbericht hatte es einen entsprechenden Auftrag zur Überprüfung der Fallpauschalen in diesem Bereich gegeben. Für die Selbstverwaltungspartner stehe damit fest, dass es durch die jährliche Überprüfung und Anpassung der Fallpauschalen gelinge, das als lernendes System konzipierte Instrument immer zielgenauer auszurichten. „Nichts destotrotz sind bestehende Kostenausreißer derzeit für die betroffenen Kliniken problematisch", heißt es in der Mitteilung weiter.

Der Verband der Uniklinika (VUD) interpretierte die Daten kritischer. Die untersuchten Universitätsklinika und Maximalversorger hätten weiterhin beträchtliche Finanzierungslücken von durchschnittlich 3,5 Millionen Euro pro Klinikum. Grund sei ihr im Vergleich zu anderen Krankenhäusern überproportionaler Anteil an besonders aufwendigen und teuren Behandlungen und die dafür erforderliche Vorhaltung. Außerdem hätten Universitätsklinika und Maximalversorger überproportional viele unterfinanzierte Fälle, wogegen andere Krankenhäuser überdurchschnittlich viele überfinanzierte Fälle zum Ausgleich hätten.

Am morgigen Donnerstag wird InEK-Geschäftsführer Frank Heimig auf dem 15. Nationalen DRG-Forum in Berlin ausführlich über das DRG-System 2016 berichten.

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