Klinikum Hanau entlässt Michel

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Das Klinikum Hanau könnte ab April ohne Geschäftsführung dastehen. Vergangenen Dienstag hat die Gesellschafterversammlung auf Empfehlung des Aufsichtsrats beschlossen, den in Personalunion fungierenden Ärztlichen Direktor und zweiten Geschäftsführer des Hauses, André Michel, mit sofortiger Wirkung von allen seinen Aufgaben zu entbinden. Und das, obwohl seit Ende vergangenen Jahres feststeht, dass Geschäftsführerin Monika Thiex-Kreye nach neunjähriger Tätigkeit im April als Dozentin an die Hochschule Frankfurt wechselt.

Nach Informationen der „Offenbach Post" werden Michel schwere Managementfehler und der Versuch der Vertuschung vorgeworfen. Dies habe zu einem zerrütteten Vertrauensverhältnis auf der Führungsebene des Klinikums geführt. Der Klinik-Dezernent des kommunalen Hauses, Claus Kaminsky (SPD), machte keine Angaben zu dieser Entscheidung. Neben seinen Posten als Ärztlicher Direktor und Geschäftsführer des Klinikums Hanau muss Michel auch die Geschäftsführung der Tochtergesellschaften Medizinisches Versorgungszentrum (MZV) Hanau GmbH und Palliativ Care Team GmbH abgeben. Dabei sollte vergangenen Donnerstag eigentlich die Geschäftsbilanz 2015 des Klinikums im Vordergrund stehen. Diese fällt um rund 400.000 Euro niedriger aus als im Wirtschaftsplan kalkuliert und weist lediglich ein Defizit von knapp 400.800 Euro aus. Zu diesem Ergebnis hätten steigende Patientenzahlen und mehr Umsatz geführt, hieß es auf der Pressekonferenz.
 

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