vdek fordert Krankenhausschließungen in Thüringen

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Der Verband der Ersatzkassen (vdek) stellt in seinem aktuellen „ersatzkasse report" die „Bedarfsnotwendigkeit" von wenigstens acht Krankenhausstandorten infrage. Betroffen davon sind die Häuser in Apolda, Arnstadt, Bad Frankenhausen, Blankenhain, Friedrichsroda, Reifenstein, Schleusingen und Worbis. Zur Begründung führt der vdek die Erreichbarkeitsspanne von maximal 30 Pkw-Minuten an: Krankenhäuser, „die im Radius von 30 Fahrminuten eines anderen Krankenhauses liegen bzw. bei gleichwertiger Entfernung einen geringeren Versorgungsauftrag haben". Weitere Gründe, die für eine „Umstrukturierung der Krankenhauslandschaft" in Thüringen sprechen, sind nach Ansicht des vdek das geringe Volumen von „nur noch 50 Millionen Euro für die Krankenhausinvestitionen", eine „nur" 75-prozentige Auslastung der Krankenhausbetten und die zusätzlichen Mittel aus dem Krankenhausstrukturfonds des Bundes.

Wie die Thüringer Allgemeine am Dienstag schreibt, reagieren die Kliniken verwundert auf die Forderungen des Ersatzkassen-Verbandes. So kritisiert Joachim Pausch, Ärztlicher Direktor der Ilm-Kreis-Kliniken in Arnstadt, dass der vdek keine besonderen „Bevölkerungs- und Krankheits-Entwicklungen einer Region" berücksichtige. Annett Gratz, Geschäftsführerin des SRH-Klinikums Waltershausen-Friedrichsroda wird zitiert, dass ihr Haus „bei Patientenbefragungen durch die Krankenkassen seit Jahren gleichbleibend hohe Zufriedenheitswerte" erziele.

Es komme darauf an, „in den Beratungen für den 7. Thüringer Krankenhausplan über die Zukunftsperspektive einzelner Standorte nachzudenken", heißt es in der vdek-Veröffentlichung weiter. Der nächste Thüringer Krankenhausplan soll zum 1. Januar 2017 in Kraft treten und eine Laufzeit bis 31. Dezember 2022 haben.

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