Klinikum Stuttgart wartet auf 9 Millionen Euro aus Libyen

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Das städtische Klinikum Stuttgart sitzt derzeit auf nicht bezahlten Rechnungen für die Versorgung von 372 Kriegsverletzten und -versehrten aus Misrata, Libyen. Das bestätigte Kliniksprecherin Ulrike Fischer auf Anfrage von BibliomedManager. Hintergrund war eine Vereinbarung mit einem Komitee aus Misrata im Frühjahr 2013, diese Menschen in Kooperation mit anderen Akut- und Rehakliniken zu versorgen.

„Auf der Grundlage medizinischer Berichte wurden qualifizierte Kostenvoranschläge, inklusive Unterkunft und Verpflegung außerhalb des Krankenhauses und erforderlicher Rehabilitationsaufenthalte, erstellt", so Fischer gegenüber BibliomedManager. Mehr als zwei Drittel der veranschlagten Kosten wurden danach per Vorkasse vom Komitee gezahlt, immerhin rund 19 Millionen Euro. „Derzeit stehen noch rund 9 Millionen Euro zur Zahlung an uns aus", sagte Fischer. Diese Summe sei auf Empfehlung der beauftragten Wirtschaftsprüfer zunächst für das Wirtschaftsjahr 2014 wertberichtigt. Das Klinikum sei nun jedoch zuversichtlich, die ausstehende Summe noch zu erhalten.

Anfang der Woche hatte die Stuttgarter Zeitung mit Verweis auf interne Papiere des Klinikums von einer „Affäre um ein missglücktes Geschäft" berichtet. Das Klinikum wollte den Bericht gegenüber BibliomedManager nicht kommentieren. Erst vergangene Woche hatte man in Stuttgart das Interims-Führungsteam des Krankenhauses mit neuen Ärztlichen Direktoren vervollständigt (BibliomedManager berichtete). Dem war im März die Vertragsauflösung mit dem bisherigen Geschäftsführer Ralf-Michael Schmitz vorausgegangen.

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