Mehr Patienten mit Tuberkulose

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Ärzte und Krankenhäuser müssen sich stärker auf Patienten mit seltenen und in Deutschland teilweise unbekannten Krankheiten einstellen. Die Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie (DGT) warnt beispielsweise vor eine Zunahme seltener Lungenkrankheiten durch Flüchtlinge, die unter Umständen komplizierte Behandlungen erforderlich machen oder für die hiesigen Mediziner schwierig zu diagnostizieren sind. Nachdem die Tuberkulose in Deutschland über viele Jahre rückläufig gewesen sei, sei im vergangenen Jahr ein deutlicher Anstieg der Erkrankungszahlen gemeldet worden, heißt es in einer Pressemitteilung.
 
Die dokumentierte Zunahme ergebe sich aus den Screenings von Asylsuchenden aus Ländern, in denen die Tuberkulose weitaus häufiger sei als in Deutschland. „Die Misere in den Heimatländern und die Strapazen während der Reise tragen sicherlich dazu bei, dass eine latente Infektion sich zur offenen Lungentuberkulose entwickelt", erklärt Gunda Leschber, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie (DGT).
 
Die DKT rechnet mit einem Anstieg von weiteren in Deutschland seltenen und teils unbekannten Erkrankungen wie der Echinokokkose, einer Infektion mit dem Hundebandwurm, der Sichelzellanämie, einer in Afrika verbreiteten genetischen Erkrankung, bei der es häufig zu starken Brustschmerzen und Kurzatmigkeit komme, oder Enzymdefekten. Wie Ärzte und Krankenhäuser sich auf diese Entwicklung einstellen, wird Thema sein auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie vom 26. bis 29. April im Berliner CityCube.

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