Das Ende des Fax in den Krankenhäusern

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Die größte Healthcare IT-Messe Europas conhIT startet dieses Jahr sehr praxisnah: „Wir kennen die Realität in Deutschland. Deshalb muss es auch das Ziel sein, das Fax als häufigstes Kommunikationsmittel in der Medizin endlich abzuschaffen", sagte Jens Naumann vom Vorstand des Bundesverbands Gesundheits-IT (bvitg) heute auf der Eröffnungspressekonferenz der Messe. An Stelle der alten Technik ginge es in Deutschland dieses und nächstes Jahr um den flächendeckenden Start der digitalen Gesundheitsinfrastruktur, betonte Naumann.

Deshalb steht das Dauerthema Telematik deutlich sichtbar auch 2016 wieder im Mittelpunkt der Messe, wie aus dem Programm und Ausstellerverzeichnis hervorgeht. Die Messeleitung versucht, nach außen wieder neue Akzente zu setzen. „Ärzte erwarten, dass ihre IT die richtigen Informationen im richtigen Moment liefert", so Naumann. Dafür konnten die Macher der conhIT ein beeindruckendes Beispiel aus der deutschen Forschung und Entwicklung an Land ziehen: Die Abschlusspräsentation von OR.Net, einem Projektkind zwölf deutscher Fachkliniken und zahlreicher Industriepartner.

Ziel des Großprojekts ist der nächste logische Schritt nach der totalen Vernetzung aller medizinischen Geräte in einem Operationssaal: Die Medizingeräte sollen sich nun auch gegenseitig die digitalen Bälle zuspielen können, um zum Beispiel Raumlicht und Monitor-Einstellungen sofort anzupassen, wenn ein Arzt bestimmte Diagnosen stellen möchte. Zahlreiche menschliche Interventionen für derart kleinteilige Aufgaben, wie sie bisher nötig waren, sollen damit bald der Vergangenheit angehören. Der Clou von OR.NET ist dabei die zugrundeliegende Software, die entsprechende Systemlogiken vom jeweiligen Personal leicht entwickelbar und anpassbar macht.

Als Industrievertreter erkannte Naumann aber auch einigen Nachholbedarf der Hersteller bei Schlagworten wie Big Data und Cloud Computing an. Es müssten klare Klinikbezogene Aufgaben hierfür entwickelt werden. Der Kongressteil der conhIT konzentriert sich dieses Jahr auf IT-Sicherheit und Benchmarking.  Die Zahl der Aussteller ist erneut gestiegen und liegt bei 451 Vertretern aus 16 Ländern, ein Plus von 16 Prozent. Die Messeleitung erwartet für die inzwischen neunte Auflage mehr als 7.500 Besucher in den Berliner Messehallen, darunter auch rund 400 speziell eingeladene Studenten der Medizininformatik aus den deutschen Hochschulen, die auf der conhIT mit der Industrie in Kontakt gebracht werden sollen.
 

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