Städtisches Klinikum München kündigt 600 Mitarbeitern

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Im Zuge der Sanierung der Städtischen Kliniken München (StKM) werden 600 Mitarbeiter demnächst ihre Kündigung erhalten. Wie aus der Pressemitteilung der Kliniken hervorgeht, hat der Stadtrat gestern mit großer Mehrheit die Schaffung einer sogenannten Qualifizierungs-Gesellschaft beschlossen, in welche die Mitarbeiter des Klinikums für maximal fünf Jahre eingegliedert und für neue Jobs fit gemacht werden sollen. Wer bis dahin nicht vermittelt ist, stehe dann auf der Straße, schreibt dazu die Münchner Tageszeitung Merkur. Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) lobte laut Presse den Beschluss dennoch: Die Stadt kümmere sich um ihre Angestellten und setze diese nicht einfach auf die Straße, „so wie das andere Unternehmen machen würden".

Die Gründung der Qualifizierungs-Gesellschaft ist nur ein weiterer Schritt im Zuge des umstrittenen, umfassenden Sanierungskonzepts der StKM. Bis zum Jahr 2022 will die Geschäftsführung den Klinik-Verbund mit seinen großen Häusern in Harlaching, Schwabing, Bogenhausen und Neuperlach aus den roten Zahlen geführt haben. Das Konzept sieht eine Reduzierung der Bettenzahl von 3.252 auf etwa 2.500 vor sowie eine spürbare Kürzung des Personals. Bis 2022 sollen demnach bis zu 1.500 Vollzeitjobs wegfallen. Ein Großteil der Stellen solle durch Fluktuation, Verrentung oder Befristung eingespart werden.

Stadtrat Josef Assal (Bayernpartei) hat die Stadt für ihr Sanierungs-Konzept kritisiert und mit einem Bürgerbegehren gedroht, falls sie nicht innerhalb der nächsten drei Monate einen Kurswechsel in der Sanierung der städtischen Kliniken vollziehen sollte. Wie der Münchner Merkur berichtete, sagte Assal, der selbst als Arzt tätig ist: „Wir befinden uns in einer Todesspirale. Wenn das so weitergeht, haben wir die Städtischen Kliniken bald zum Kreiskrankenhaus heruntergewirtschaftet."

Wie der Münchner Merkur weiter berichtet, handelt es sich bei den 600 Mitarbeitern, die nun ihre Kündigung erhalten werden, überwiegend um Beschäftigte aus der Verwaltung. Krankenschwestern, Ärzte oder Pflegepersonal seien nicht von Kündigung bedroht.

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