Gröhe fordert von IT-Branche mehr Patientennutzen

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Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe hat an die Health-IT-Branche appelliert, mehr und schneller Konzepte zu entwickeln, die den Patienten direkt zugute kommen. Zwar lobte er in seiner gestrigen Rede zur offiziellen Eröffnung der Healthcare IT-Messe conhIT in Berlin „die eindrucksvolle Leistungsschau" der Aussteller. Die deutsche Gesundheitsversorgung könne mit Hilfe der IT effektiver werden. Doch Patienten fragten laut Gröhe zu Recht: „Was nützt mir das?"

Das E-Health-Gesetz legt laut Gröhe den Fahrplan für eine bessere Vernetzung der Leistungserbringer, etwa in der Notfallversorgung oder der Therapie chronisch kranker Menschen. „Es geht ja nicht nur darum, das Leben zu verlängern, sondern vor allem mehr gute Jahre zu schaffen", sagte Gröhe. „Die Menschen wollen ein möglichst langes, selbstbestimmtes Leben." Der Minister nannte etliche Beispiele: Ein zuverlässiges Medikamentenmanagement, Video-Sprechstunden und schnell verfügbare Notfalldaten. Ziel sei es, diese so schnell wie möglich flächendeckend anzubieten. Für die Zukunft forderte Gröhe „klare Aussagen über nutzenbringende Anwendungen" für die Patienten.

Zudem griff der Minister in seiner engagiert vorgetragenen Rede eines der selbst gewählten Schlüsselthemen der Ausstellungsmacher 2016 auf, die Patientenzentrierung. „Der Patient steht im Fokus", hatte auch schon der Vorstandsvorsitzende des Bundesverband Gesundheits-IT (bvitg) gesagt, Matthias Meierhofer, seines Zeichens Gründer und Vorstandsvorsitzender des Münchner Gesundheits-IT-Unternehmens Meierhofer AG. „Es kann aber keine digitale Gesundheitsversorgung mit einer Offline-Selbstverwaltung geben." Damit spielte er auf die gegenseitige Blockadepolitik der Spitzenverbände bei der digitalen Gesundheitsinfrastruktur Telematik an. An die Politik richtete er eigene mahnende Worte. Innovationen wie Mobile Health kämen auch ohne gesetzliche Regelungen und würden sich schon heute rasant verbreiten. So seien 60 Prozent der Ärzte bereits mit Daten aus mobilen Gesundheits-Apps von Patienten konfrontiert worden, wie eine Umfrage im Auftrag seines Verbands gezeigt habe.

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