Katholische Kliniken müssen höhere Pensionsabgaben zahlen

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Die Deckungslücke in der Bilanz der „Kirchlichen Zusatzversorgungskasse" (KZVK) des Verbands der Diözesen Deutschlands in Höhe von 5,5 Milliarden Euro kommt auch die Katholischen Krankenhäuser teuer zu stehen. Wie Pressesprecher Willy Wolfertz heute im Gespräch mit BibliomedManager sagte, muss ein „fiktives Durchschnittshaus" seit 1. Januar 2016 rund 60.000 bis 65.000 Euro mehr pro Jahr in die Pensionskasse einzahlen. Zu Jahresbeginn hatte die KZVK den Beitragssatz von 4,8 Prozent auf 5,3 Prozent erhöht. Bis 2024 soll er – vorbehaltlich einer neuen Kalkulation – sukzessive auf insgesamt 7,1 Prozent steigen. Insgesamt sind 479 (fast ausschließlich) katholische Krankenhäuser mit insgesamt 190.000 Versicherten betroffen. 35 Prozent der Verträge der KZVK stammen aus dem Klinikbereich. Die KZVK habe die Erhöhung bewusst gestaffelt, um die Einrichtungen nicht zu überfordern, so Wolfertz. Er betonte zudem, dass die Pensionskasse aktuell und in den kommenden Jahren kein Liquiditätsproblem habe und Auszahlungen garantiert seien.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) hatte vergangene Woche berichtet, dass die Altersrückstellungen der KZVK aufgrund der Niedrigzinsphase auf den Kapitalmärkten neu bewertet wurden. Neben den nun fehlenden 5,5 Milliarden Euro muss die KZVK zudem ein seit 2002 erhobenes Sanierungsgeld in Höhe von rund 1,1 Milliarden Euro an die Einrichtungen zurückzahlen. Mit rund 1,2 Millionen Versicherten und 154.000 Rentnern ist die KZVK eine der größten nichtstaatlichen Altersversorgungseinrichtungen in Deutschland.

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