DKG und KBV streiten über Hometreatment

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Zwischen der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) herrscht Uneinigkeit über die Versorgung psychisch Erkrankter. Während die DKG die Eckpunkte von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) zur Reform der Finanzierung in Psychiatrie und Psychosomatik im Kern lobt, kritisieren die Kassenärzte diese Möglichkeit. Insbesondere die geplanten Möglichkeiten der Krankenhäuser für das sogenannte Hometreatment, also die häusliche Versorgung von Patienten durch Klinikärzte, steht im Fokus der Meinungsverschiedenheit.

DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum hatte im Interview mit dem Fachmagazin „f&w führen und wirtschaften im Krankenhaus" (Mai-Ausgabe) erklärt: „Die Einführung des Home-Treatment ist ein guter Anfang. Entscheidend wird sein, dass diese neue Versorgungsform nicht erzwungen wird, sondern in Abhängigkeit der Möglichkeiten eines Krankenhauses und der regionalen Versorgungsstrukturen genutzt werden kann."

In einer Pressemitteilung der KBV vom Dienstag heißt es, die Behandlung psychisch kranker Patienten in ihrem häuslichen Umfeld im Rahmen des sogenannten Hometreatments ausschließlich durch die Krankenhäuser zu organisieren ohne die Beteiligung der vertragsärztlichen und -psychotherapeutischen Berufsgruppen „widerspricht grundlegend einer dringend notwendigen sektorenübergreifenden Integration der Behandlung psychisch Erkrankter". Der KBV-Vorstandsvorsitzende Andreas Gassen teilte mit: „Wir fordern den Gesetzgeber daher auf, alle maßgeblichen Akteure der Selbstverwaltung mit der zeitnahen Entwicklung eines entsprechenden sektorenübergreifenden Versorgungskonzeptes zu beauftragen. Bei dessen Erarbeitung bieten wir unsere Unterstützung an."

Gassens Aufruf unterstützen mehrere Berufsverbände, unter anderem der Berufsverband Deutscher Psychiater und die Deutsche Psychotherapeutenvereinigung.

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