Ärzte sollen besser kommunizieren

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Die „Wissensexplosion" im Gesundheitsbereich verlangt nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) bessere Fähigkeiten im Umgang mit Informationen. Ärzte müssten beispielsweise einfacher kommunizieren, forderte Gröhe am Freitagvormittag in Berlin auf einer Pressekonferenz anlässlich der Vorstellung einer Studie der Universität Bielefeld. Mit ihr wurde die Gesundheitskompetenz der Deutschen im Auftrag des AOK-Bundesverbandes untersucht.

Bessere Kommunikation sei dabei nicht nur eine Frage der besseren Vergütung der sprechenden Medizin, sagte der Minister. „Ein verständlicher Satz muss nicht besser bezahlt werden als ein unverständlicher", erklärte er. Trotzdem hob er lobend hervor, dass die Vergütung der Ärzte für Patientengespräche im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zuletzt verbessert worden sei. Auch bei Privatpatienten zeichne sich dieser Trend ab. Allerdings konnten sich die Bundesärztekammer und der Verband der Privaten Krankenversicherung bisher nicht auf eine neue Vergütungsvereinbarung einigen. Gröhe verwies auch auf die Stärkung der Stationshilfe im Rahmen der Krankenhausreform.

Der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Martin Litsch, verwahrte sich gegen Forderungen nach mehr Geld. „Es wird nichts besser, wenn wir mehr Geld bereitstellen." Stattdessen müssten im Rahmen des Vergütungssystem entsprechende Prioritäten gesetzt werden. Auch Studienleiterin Doris Schaeffer warnte vor überzogenen Erwartungen an eine Vergütungsreform. Schon in der Vergangenheit habe das System nicht immer wie beabsichtigt auf finanzielle Anreize reagiert, sagte sie.

Der Studie zufolge haben 54,3 Prozent der Deutschen Schwierigkeiten beim Umgang mit Gesundheitsinformationen. 44,5 Prozent finden es schwierig, die Vor- und Nachteile von verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten zu beurteilen. Dabei hätten Menschen mit geringer Gesundheitskompetenz häufiger einen schlechten subjektiven Gesundheitszustand und litten häufiger unter chronischen Erkrankungen. Sie gehen der Studie zufolge häufiger ins Krankenhaus und nutzen häufiger den ärztlichen Notdienst.

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