Lieferunterbrechung für Krebsmedikamente ab August angekündigt

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Wieder wird es zu Lieferengpässen bei essenziellen Krebsmedikamenten kommen. In einer Pressemitteilung von dieser Woche weist die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) erneut auf die gefährliche Anfälligkeit des Systems der Versorgung mit lebensnotwendigen onkologischen Medikamenten hin. Betroffen seien diesmal die Etoposid-haltigen Arzneimitteln Etopophos und Vepesid K des Pharmaherstellers Bristol-Myers Squibb (BMS). Dieser erwarte für die Krebstherapeutika ab August für voraussichtlich ein Jahr eine Lieferunterbrechung. Grund dafür seien Schwierigkeiten in der Beschaffung der Grundsubstanz des Wirkstoffs. Dieser werde für Etopophos aus dem Himalaya-Maiapfel gewonnen, der seit Kurzem dem „Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen (CITES)" unterliege, heißt es in der Mitteilung der DGHO.

„Dieses erneute Beispiel eines relevanten Lieferengpasses onkologischer Therapeutika zeigt einerseits die ganze Komplexität der jeweils zugrundeliegenden Ursachen, belegt aber andererseits, dass die Forderungen der DGHO nach einer vernünftigen gesetzlichen Regelung zur Sicherstellung der Versorgung aktueller denn je sind. Patienteninteressen dürfen nicht Spielball politischer und wirtschaftlicher Abwägungen sein", sagte DGHO-Vorstandsvorsitzender Carsten Bokemeyer.

Die DGHO befürchtet, „dass vermeidbare Tumortodesfälle bei Fehlen der Substanzen auftreten könnten". Liefer- und Versorgungsengpässe von essenziell notwendigen Krebstherapeutika seien daher nicht akzeptabel. BMS habe zugesichert, die DGHO kontinuierlich über den aktuellen Sachstand zu informieren und eng in die weiteren Beratungs- und Entscheidungsprozesse einzubinden.

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